Ilka Schänke (AfD): Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir, die AfD, werden dem Änderungsantrag zustimmen. Das erst zunächst vorab. Ich möchte mich jedoch zunächst noch einmal an die Pressevertreter wenden. Mit Ihrer Erlaubnis, Herr Oberbürgermeister, würde ich gerne aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 04.02. zitieren. Darin wurde geschrieben, dass: […] Eine Mehrheit aus allen Fraktionen außer der AfD will deshalb in der Sondersitzung des
Schulausschusses am Mittwoch und am folgenden Tag auch beschließen, die Hauptschule – das ist die Katholische Hauptschule am Rhein – erst einmal weiterlaufen zu lassen. Liebe Pressevertreter, speziell des Kölner Stadt-Anzeigers: Diese Aussage führt meines Erachtens bewusst zur Irreführung der Bevölkerung, denn wir, die AfD, stehen für ein kooperatives Modell. Das heißt, selbstverständlich werden wir alles dafür tun, dass die Hauptschule bestehen bleibt.

(Beifall bei der AfD)

Nun dazu, warum wir auch diesem Änderungsantrag zustimmen können. Das Schreiben der Hauptschulvertreter der Katholischen Hauptschule am Rhein und ihre Begründung für den Erhalt der Hauptschule müssten eigentlich ausreichen, um jeden hier zu überzeugen, diese Schule bestehen zu lassen. Die von der Schulkonferenz angeführten Daten und Fakten sprechen für sich: die Anzahl der aufkommenden Schüler sowie die Funktion als eine Schule, die alle Kinder sorgsam auffängt, die an anderen Schulformen nicht zurechtkommen.

(Beifall bei der AfD)

Die hohe Zahl an jungen Menschen, die nach ihrem Abschluss in die Berufswelt vermittelt werden können, sowie die öffentliche Anerkennung dieser Schule als Startchancenschule, müssten eigentlich genügen, um jede Diskussion über den Erhalt dieser Schule überflüssig zu machen. Für die Technokraten unter uns möchte ich dies noch einmal einordnen: Sie können Schule nicht mit einer Werkstatt gleichsetzen, die man einfach schließen und eventuell woanders wieder aufbauen kann. Die einzelnen Prozesse des Lernens und Erziehens in einer Schule gelingen nur, wenn sie in einem Feld geistiger Gemeinsamkeit stattfinden, in einer Lern- und Lebenskultur, die sich über Jahre und Jahrzehnte kontinuierlich und systematisch entwickelt hat. Diese Lebenskultur lässt sich nicht schnell an einem anderen Ort wieder aufbauen. Sie ist unwiederbringlich zerstört, wenn Sie diese Institution einfach schließen. Man könnte auch von Kulturvernichtung sprechen.

(Beifall bei der AfD)

Gegenüber den Lehrkräften, die in den vergangenen Jahrzehnten dieses wertvolle geistige Feld für eine humane Menschenbildung geschaffen haben, gegenüber den Schülern, die dort eine geistige und emotionale Heimat gefunden haben, sowie gegenüber den Eltern, die ihre Kinder in dieser Schule gut umsorgt wissen, wäre diese Schulschließung ein barbarischer Akt. Denn sie nähme keine Rücksicht auf die gewachsene, von höchster Stelle zertifizierte Arbeit dieser Schule. Nicht nur die Schließung allein, sondern bereits die Diskussion um die Schließung dieser Schule ist ein kaum erträglicher Skandal. Denn Sie wollen eine Institution abräumen, in der auch Kinder erfolgreich sein können, die sonst zu wenig Erfolg gewöhnt sind. Das wird natürlich mit dem Änderungsantrag – Gott sei Dank – so weit wie möglich verhindert. Ich bin froh, dass die anderen Fraktionen sich – wie wir es ebenfalls gemacht hätten – dafür entschieden haben, die Schule weiter bestehen zu lassen. Danke für die Aufmerksamkeit. Wir werden dem Änderungsantrag zustimmen.

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