Oberbürgermeister Torsten Burmester: Vielen herzlichen Dank, Frau Bürgermeisterin. – Mir liegen jetzt keine weiteren Wortmeldungen vor.
(Christer Cremer [AfD]: Zweite Runde! Geht! – Weiterer Zuruf von der AfD: Nach diesen Vorwürfen, Herr Oberbürgermeister!)
– Dann bitte.
(Beifall bei der AfD)
Christer Cremer (AfD): Herr Oberbürgermeister! Meine Damen und Herren hier im Saal und am Livestream! Das war ja gerade mal wieder der typische Ritt einer Grünen entlang der Empörungswelle. Wofür stehen wir als AfD? Ja, wir stehen für eine solide Haushaltsführung. Allerdings kann ich Ihnen auch sagen: Die ganzen Sachen, die Sie hier fordern, und die ganzen Vereine werden bei uns nicht gebraucht. Wie der eine oder andere weiß, bin ich seit gut acht Jahren der Kreisvorsitzende des örtlichen Kreisverbandes. Ich habe auch ungefähr 90 Prozent aller Mitglieder bei uns persönlich aufgenommen. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele homosexuelle Menschen kennengelernt wie bei der Alternative für Deutschland. Das ist eine Tatsache.
(Beifall bei der AfD)
Ein prominenter Kölner Politiker von uns sagte mal zu mir: Christer, wir müssen bald eine Homo-Quote einführen. – Das wurde früher wohl mal bei Ihnen in der FDP diskutiert. Ich weiß also wirklich nicht, was Sie von uns wollen. Wir haben eine homosexuelle Bundesvorsitzende. Ich war vorletztes Wochenende noch auf einem Mandatsträgerkongress unserer Landtagsfraktion. Diese Frau hat bei unseren Funktionären und Mandatsträgern Popstarcharakter. Uns hier Homophobie oder Ähnliches zu unterstellen, ist doch schlichtweg Humbug. Was wir aber nicht wollen, ist, Ihre gesamte linke Infrastruktur zu finanzieren. Die können ja gerne ihr eigenes Ding machen;
(Beifall bei der AfD)
rubicon und Co können gerne ihre eigenen Gelder einsammeln. Aber das ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers.
(Beifall bei der AfD)
Unsere Aufgabe als AfD ist, dafür zu sorgen, dass der städtische Haushalt ausgeglichen ist und nach Möglichkeit die städtischen Abgaben und Steuern gesenkt werden. Das ist unsere Aufgabe.
(Beifall bei der AfD)
Ich sage Ihnen auch: Ich will lieber, dass unsere Straßen – über die übrigens auch Homosexuelle fahren; denn die fahren ja auch Auto – in einem einwandfreien Zustand sind. Sie haben gerade das Thema queerfeindlicher Straftaten angesprochen. Ich sage Ihnen: Wenn Sie sich mal mit Homosexuellen unterhalten, die vielleicht nicht bei Ihnen sind – und mir wurde gesagt, dass gar nicht mal so wenige Homosexuelle AfD wählen -, dann kommt immer wieder ein Thema, und das ist: Kriminalität durch Zuwanderer aus einem ganz speziellen Kulturkreis.
(Beifall bei der AfD – Lino Hammer [Bündnis 90/Die Grünen]: Ich habe schon darauf gewartet! – Weitere Zurufe)
Oberbürgermeister Torsten Burmester: Jetzt reden Sie bitte zur Sache.
Christer Cremer (AfD): Aber Herr Oberbürgermeister – –
Oberbürgermeister Torsten Burmester: Jetzt reden Sie zur Sache.
Christer Cremer (AfD): Herr Oberbürgermeister, hier wurden meine Partei und meine Fraktion gerade in einer solchen Form angegriffen. Deswegen sagen wir: Wir fokussieren uns mit Haushaltsmitteln auf das Wesentliche, nämlich darauf, dass städtische Ordnungsaufgaben wahrgenommen werden können, städtische Steuern niedrig bleiben können und die städtische Infrastruktur in einem guten Zustand gehalten werden kann. Wir haben einfach kein Geld für Gedöns. Wer einen Verein wie rubicon betreiben will, soll das gerne tun; der soll aber sein privates Fundraising machen. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
(Beifall bei der AfD)
Oberbürgermeister Torsten Burmester: Ich gehe davon aus, dass auf diesen Beitrag keine weitere Erwiderung erfolgt.
(Christiane Martin [Bündnis 90/Die Grünen]: Auf keinen Fall!)
Hinterlasse einen Kommentar