15.01.2026. KÖLN: Die Errichtung des geplanten Suchthilfezentrums hält Köln weiterhin in Atem. Das neue Suchthilfezentrum soll am Perlengraben in der Südstadt entstehen. Die Stadt Köln gibt auf ihrer eigenen Homepage an, bei der Suche nach
einem geeigneten Ort unter anderem einen ausreichenden Abstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie möglichst wenig Belastung der Anwohner zu berücksichtigen. Das sehen die Anwohner des Viertels anders.
Der Fraktionsvorsitzende der AfD Ratsfraktion Stephan Boyens hat schon seit Jahren im Kölner Stadtrat auf die Erfolge des Zürcher Modells verwiesen „Es gibt gute Gründe, warum die Szene vom Neumarkt weggezogen werden soll. Das sind vor allem die steigende Kriminalität, Belästigung der Passanten und Verunreinigung des öffentlichen Raums. Die Anwohner müssen mit den gleichen Begleiterscheinungen in ihrer unmittelbaren Wohngegend rechnen. Die Stadt Köln blendet aus, dass das Zürcher Modell neben der Integration eben auch auf Repression und Prävention setzt.“
Iris Dworeck-Danielowski, Ratsfrau und selbst zweifache Mutter von Kindern im schulpflichtigen Alter, äußert Verständnis: „Ich kann die Sorgen der Anwohner nachvollziehen. Das Vorhaben, ein Suchthilfezentrum in einem Wohnviertel mit benachbarten Schulen zu errichten, ist inakzeptabel. Es gibt beispielsweise die Sperrbezirksverordnung, die die legale Prostitution nicht verbietet, aber in klar definierte Außenbereiche verdrängt – zum Schutze der Jugend und der Anwohner. Wir von der AfD fordern auch hier ähnliche Maßstäbe.“
Der ordnungspolitische Sprecher der AfD Fraktion Christer Cremer war am vorgestrigen Abend bei der Informationsveranstaltung der neu gegründeten IG Pantaleonsviertel vor Ort. „Der Andrang bei der Veranstaltung war beeindruckend, aber wenig überraschend. Die Anwohner ahnen, was ihnen hier vor Ort dann blühen wird.“
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