Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, starten die „Orange Days“, eine Kampagne zur Sichtbarmachung geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Mädchen. Doch das Programm der Stadt Köln wirft Fragen auf: Zehn Jahre nach
den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht findet sich kein Hinweis auf Sicherheitsprobleme vieler Frauen vor Ort. Stattdessen widmen sich Veranstaltungen Themen wie Feminismus im arabischen Raum, der Verbindung von Rassismus und Patriarchat oder kolonialen Kontexten in Museen.

Iris Dworeck-Danielowski, frauenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, kritisiert: „Es ist schon der blanke Hohn, dass die Stadt Köln im Rahmen der Aktionstage nicht ein Wort über die prekäre Sicherheitslage von Frauen in Köln verliert. Köln ist nicht nur Spitzenreiter hinsichtlich Messerkriminalität in NRW. Köln ist auch die traurige Nummer eins bei den Gewaltdelikten gegen Frauen im Allgemeinen und vor allem auch an öffentlichen Plätzen. Diese Daten kann man einer recht aktuellen Anfrage im Landtag entnehmen.“

Ratsherr und Fraktionsgeschäftsführer Matthias Büschges ergänzt: „Wenn ich mir diese Schwerpunktsetzung der Stadt Köln anschaue, fühle ich mich in unserem Ansinnen, den Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern aufzulösen, absolut bestätigt. Der Ausschuss liefert
außer Symbolprojekten wie orangenen Sitzbänken oder Taxi-Gutscheinen keine greifbaren Verbesserungen, während Gewalt gegen Frauen und überfüllte Frauenhäuser alarmierend zunehmen.“

Ratsfrau Ilka Schänke ergänzt: „Fast alle Veranstaltungen greifen Migrationsthemen auf, ignorieren aber entscheidende Zusammenhänge. Laut BKA sind nicht-deutsche Männer überproportional bei partnerschaftlicher Gewalt vertreten. Wenn Integration gelingen soll, müssen solche Probleme klar
benannt werden – auch im Sinne aller Migranten, die ein friedliches und besseres Leben wollen, als sie es in ihrer Heimat vorfinden.“