Laut Berichterstattung in der Kölnischen Rundschau vom 27. Januar regt sich bei den Kölner Christdemokraten Unmut über die Vorgehensweise des Sozialdezernenten Dr. Rau. Die Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt sowie der ansässige Stadtverband der CDU bitten Herrn Dr. Rau „seinen Platz für einen neuen Dezernenten freizumachen“.
Der Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat, Stephan Boyens, findet die Kritik an Raus Drogenpolitik nicht überzeugend: „Die Rücktrittsforderung an Herrn Dr. Rau aus Teilen der Kölner CDU wirkt unglaubwürdig. Erst jüngst hat die CDU gemeinsam mit den Grünen für eine Vertragsverlängerung des Sozialdezernenten gestimmt. Herr Dr. Rau ist nicht plötzlich mit der Drogenpolitik überfordert. Er gestaltet die Drogenpolitik der Stadt Köln schlicht nach seinem Gusto. Herr Dr. Rau stellt die Belange der Drogenkonsumenten in den Vordergrund und lehnt ein repressives Durchgreifen grundsätzlich ab. Das kritisiert die AfD-Fraktion bereits seit Jahren.“
Matthias Büschges, Ratsherr und Fraktionsgeschäftsführer, ergänzt: „Die CDU hat ihre Chance zur Erneuerung im Sozialdezernat bewusst verstreichen lassen. Als die AfD-Fraktion im März 2024 die Abberufung von Dr. Rau forderte, ernteten wir nichts als den Spott der Christdemokraten. Anstatt sich mit unserem Antrag inhaltlich auseinanderzusetzen, verweigerte die CDU die Debatte und zementierte damit die Probleme im Sozialbereich, die in der Debatte um das Suchthilfezentrum gipfelten. Die CDU trägt also dafür ebenfalls die Verantwortung!“
Die AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat hat einen Antrag zur Verhinderung des geplanten Suchthilfezentrum im Pantaleon-Quartier zur nächsten Ratssitzung eingereicht.
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