Antrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, Die Linke, Volt und FDP/KSG betreffend „Extreme Hitze in Köln – Hitzeschutzmaßnahmen, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung konsequent fortsetzen und weiter vorantreiben“ – AN/119/2026

Stephan Boyens (AfD): – Da ist jemand jetzt schon überfordert.

(Beifall bei der AfD)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wie Ihnen aufgefallen sein dürfte, haben wir den Antrag, die E-Mail zu dieser heutigen aktuellen Stunde, alle zweimal erhalten: das erste Mal vom Bündnis 90/Die Grünen, Volt, SPD und DIE LINKE, also dem harten Kern der Guten, sprich: den Berufsguten. Anschließend wurde die E-Mail noch einmal versandt; diesmal ergänzt um die Kollegen von der CDU, also den Möchtegernguten.

(Beifall bei der AfD)

Sehen Sie, liebe Kollegen von der CDU, die Rede von Ihnen hat mich dazu inspiriert, das hier noch einmal einzubauen. Das ist genau Ihr Problem, liebe CDU – hier im Rat, im Land und auch im Bund -: Sie werden von den Berufsguten nicht wirklich akzeptiert, und da kommt es schon einmal vor, dass man Sie auf dem Briefkopf oder auf dem Antragskopf vergisst. Dabei möchten Sie doch so gerne dazugehören:

(Zurufe von Maria Helmis-Arend [SPD] und Lea Verse [SPD])

zu den Guten, zum Mainstream, zur woken, linksgrünen Moralelite – nicht wahr? Aber ich sage Ihnen, liebe Kollegen von der CDU: Wer wie Sie überall so anerkennungsheischend, so bis zur Selbstverleugnung anbiedernd dazugehören möchte, der gehört irgendwann bald nirgendwo mehr dazu.

(Beifall bei der AfD)

Doch nun zum Text unserer aktuellen Stunde. Es mag Sie überraschen, meine Damen und Herren, aber wir als AfD-Fraktion finden diesen grundsätzlich gelungen. Es liegt vielleicht daran, dass dort allgemein Bekanntes wiederholt wird, möglicherweise vielleicht das eine oder andere auch mit KI erstellt wurde.
Aber interessant wird es weniger im Grundsätzlichen, sondern immer dann, wenn dieses dann umgesetzt werden soll, und da haben wir als AfD-Fraktion drei Punkte, die uns wichtig sind.

(Zuruf von Lea Verse [SPD])

Der erste Punkt ist: intelligente Anpassung statt ideologischer Regulierung. Klimaanpassung bedeutet für uns, praktische Lösungen zu ermöglichen, statt den Bürgern bis ins Einzelne und haarklein vorzuschreiben, wie sie zu leben, wie sie zu bauen oder sich zu verhalten haben. Das unterscheidet uns fundamental von Grünen und LINKEN. Erster Punkt.

(Beifall bei der AfD)

Zweiter Punkt: gesamtheitlicher Ansatz statt einseitiger CO2-Fixierung. Die einseitige Fixierung auf eine drastische und rasche Reduzierung von CO2 ist nicht zielführend. Stichworte: Deindustrialisierung, Wohlstandsverlust, Kostenexplosion, Energiewendedesaster – schon gar nicht ist es zielführend für eine Stadt wie Köln. Wichtiger ist hier ein Mix aus kluger Stadtplanung mit Frischluftschneisen, Entsiegelungen, wo möglich und sinnvoll, Grünflächen, Klimatisierung von öffentlichen Gebäuden – das wurde hier genannt -, Krankenhäusern und weiteren Maßnahmen zum Hitzeschutz. Dritter uns wichtiger Punkt: vernunftgeleitetes Handeln statt Klimaalarmismus. Das IPCC, also das International Panel on Climate Change, hat jüngst, was sicher an manchen vorbeigegangen ist, das sogenannte Extremszenario 8.5 als nicht mehr plausibel eingestuft. Es ist sehr wichtig, dies zu wissen. Das hängt nämlich nicht zuletzt damit zusammen, dass unsere Presse sich in der Vergangenheit immer und genau auf dieses Szenario berufen hat und damit Horrorszenarien an die Wand gemalt hat. Man muss leider auch dazu sagen: Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich auf dieses Szenario in seinen Aussagen zum Klimaschutz bezogen. Das, meine Damen und Herren, sollten Sie einfach zur Kenntnis nehmen, und Sie sollten daher aufhören, die Menschen damit zu verunsichern, indem sie weiterhin so tun, als ob ein Hochemissionsszenario der wahrscheinliche Verlauf ist. Das ist nicht der Fall, und es führt am Ende – davor warnen wir als AfD schon lange – zu einem Vertrauensverlust der Bürger; diese sind abgestumpft und sie hören ihnen irgendwann nicht mehr zu, und sie glauben auch nicht, was Sie sagen.
Nach den verfügbaren Daten – auch das werden Sie leider ungern hören – sterben nach wie vor weltweit bislang deutlich mehr Menschen – deutlich mehr Menschen! – an den Folgen von Kälte als von Hitze.

(Lachen auf der Zuschauertribüne)

Nochmal: Das relativiert keine Hitzeschutzmaßnahmen – das will ich damit nicht sagen -, aber es spricht dafür, Klimapolitik mit Augenmaß zu betreiben, und Anpassung, Infrastruktur und Gesundheitsschutz und nicht Ideologie in den Mittelpunkt zu stellen. – Vielen Dank.

(Beifall bei der AfD)